Geographie
Kenia, ein Staat in Ostafrika, grenzt im Nordwesten an den Südsudan, im Norden an Äthiopien, im Süden an Tansania, im Osten an Somalia und im Westen an Uganda. Das Land besteht aus einer tief liegende Küstenregion mit Korallenriffen und Inseln, einem rund 3.000 m hohen zentralen Hochland, das vom sogenannten Rift Valley, dem großen Afrikanischen Grabenbruch, durchzogen wird, sowie einem trockenen bzw. halbtrockenen nördlichen Teil. Das Great Rift Valley beherbergt eine Reihe von Seen, trockene, zerklüftete, zum Teil vulkanische Landschaften mit aktiven heißen Quellen und geothermischer Aktivität.

 
Bevölkerung
Kenia ist eine Republik mit fast 48 Millionen Einwohnern. Ca. 42 % der Bevölkerung sind jünger als 15 Jahre.
Die Bevölkerung Kenias setzt sich aus einer Vielzahl von Völkern zusammen, die nicht nur sprachlich, sondern auch in kultureller Hinsicht und bezüglich äußerer Merkmale stark voneinander abweichen. In diesem Land leben insgesamt 40 ethnische Gruppen, viele davon haben ein hohes Traditionsbewußtsein.
Einige Stämme und deren Anteil an der Gesamtbevölkerung:
    Kikuyu (22%)
    Luyia (14%)
    Kalendjin (12,9 %)
    Kamba (11%)
    Luo (10,5%)
    Masai (2,2%)

Die Masai sind wohl das bekannteste Volk Kenias, obwohl diese gerade einmal 2 % der Gesamtbevölkerung ausmachen. Die beiden bedeutendsten und einflussreichsten Völker sind die Kikuyu und die Luo. Die Kikuyu gehören zu den Ackerbau betreibenden Völkern und leben im kenianischen Hochland. Die Luo leben hauptsächlich in der Gegend von Kisumu nahe dem Victoria See.

Sprachen
Aufgrund der britischen Kolonialzeit wurde Englisch die Amtssprache in Kenia. Die Kinder lernen Englisch in der Schule, sodass viele Kenianer Englisch verstehen und sprechen. Schriftstücke und Gesetzesbeschlüsse werden immer in Englisch verfasst. Auch Gerichtsverhandlungen auf höherer Ebene werden ausschließlich auf Englisch geführt. Englisch ist daher die zweite Muttersprache vieler Kenianer. Die wahre Muttersprache ist für die meisten Kenianer Swahili oder Kiswahili. Swahili ist zweite Amtssprache und wird in der Verwaltung parallel zu Englisch genutzt. Diese Sprache ist außerdem in ganz Ostafrika weit verbreitet, sodass sie als Verständigungsmittel auch jenseits der Grenzen in allen Staaten Ostafrikas genutzt wird.