Was besagen die kenianischen Namen?
Die meisten Stämme in Kenia haben eine komplizierte Methode, Kindern Namen zu geben. Bei den Kikuyu erhalten die Kinder meist die Namen der Großeltern. Nur einige Stämme, zum Beispiel die Luo, haben einen Familiennamen, wie es in Europa üblich ist, wie die Obama, Nyongo. Die Maasai nennen ihre Kinder nach bekannten Persönlichkeiten oder Familienmitgliedern, nicht aber nach einer lebenden Person. Normalerweise haben Geschwister in Kenia nicht denselben Nachnamen. Man bekommt bei Geburt meist einen englischen Vornamen sowie einen auf Swahli/Tribal sowie einen Nachnamen, der sich an einem der vier Großeltern orientiert.

Ein Kind erhält beispielsweise die folgenden afrikanischen Namen:
Wambua mwana'a Nzeki, d.h.
Wambua Kind von Nzeki.
(Wambua bedeutet, dass das Kind während des Regens geboren wurde - mbua.)
Da die Kikuyu und viele andere kenianische Gemeinschaften das Christentum und damit die englischen Bräuche annahmen, bekam Wambua, als er alt genug war, um zur Taufe in die Kirche zu gehen, den Taufnamen „Paul“ als Vornamen, sein erster afrikanischer Name „Wambua“ wurde zu seinem zweiten Vornamen.

Die Bedeutung des Namens scheint in Afrika noch wichtiger zu sein, als es in Deutschland der Fall ist. In vielen Völkern ist die Ansicht verbreitet, dass der ausgewählte Name das Leben des Kindes und seiner ganzen Familie beeinflussen kann.